So harren wir, wie U-Boot-Matrosen, wenn

das Radar an der Oberfläche den Feind

erspäht, gespannt auf die Entwarnung,

während, im Stillen, wir alle beten.

 

Derweil verengt der Virus den Henkersstrick

um abertausend Kehlen, an Land, wo wir

zuhause sind und unsre Mütter.  

Viele Familien beraubt die Krankheit

 

Und ganze Staaten ersticken am Gewicht

von Särgen. Wir, Bewohner, erschrecken bei

dem kleinsten Niesen, schützen uns mit

Atemschutzmasken, denn näher läutet

 

Die Totenglocke mit jedem Tag. Es schimpft,

zu allem Überfluss, die vor Eifer wild

gewordne rote Spitze wie von

einer Tarantel gestochen über

 

Den Bundeskanzler. Immer den Finger zur

Ermahnung hebend, treibt sie ihr Possenspiel,

das Peinlichste, worüber keiner

lacht. Sie versteht nicht, dass heute ihre

 

gemeinen Streiche stören. Die Zanksucht führt

uns alle ins Verderben! Wir müssen, um

den Virusfängen zu entkommen,

unsere Ruder im Gleichtakt führen!

 

 

MITTWOCH, 1 APRIL 2020

 

 

 

Dieser Tage erreicht Orbán, mit Arglist und

durch die Krise gestärkt, seinen Faschistenstaat

machthungrig fiebert er und

legt sein Ungarn in Ketten – wird

 

sein Eroberungsdrang enden, wenn Ungarn ihn

götzenartig besingt? Diesem Tyrannen wird,

gleich den gestrigen, niemals

ein Triumph genügen, bis er,

 

wirr und grausam stirbt und die Nachwelt sein

Grab bespuckt. Bis dahin, aber, bestreiten wir 

mit Gewehren und spitzen 

Versen unseren Freiheitskampf. 

 

MONTAG, 6. APRIL 2020 

 

 

 

Weder helfen ihm Zorn, Lügen noch Leugnung, wenn

aus Kaminen der Rauch tausender Bürger quillt.

diese Krise entblößt die

Rüpelspitze der U.S.A.,

 

die, aus Geldgier, den Mensch, welchen das Virus wie

Schrecken heimsucht, verrät. Denen, die man bestahl,

öffnen Krankenhaustüren

nicht. Und während die Ärmsten wie

 

Fliegen sterben, verhöhnt einer, durch sein Geschwätz

über Reichtum, ihr Leid. Dieses verächtlichste 

Rumpelstilzchen gehört mit

Dreck beworfen und eingesperrt!

 

FREITAG, 10. APRIL 2020 

 

 

 

Dieses Ostern betrübt weltweit die Krise, die

Massengräber befüllt. Unzähligen Familien schneit

schwarzer Schnee in die Häuser, 

Auszeit bietet das Virus nicht.

 

Darum grüßen wir, still unsre Verluste im

Herzen tragend, von fern unsre Verwandten, und

schlagen Kreuze, all jenen 

die, im Frühling, einsam sind. 

 

SONNTAG, 12 APRIL 2020

 

 

 

Hyänen kichern, Menschenfleisch witternd: »SIE 

»VERBINDEN SICH DIE AUGEN« und langsam wird   

es stiller um die Flüchtlingslager, 

denn die Tragödie rückt immer näher.

 

die Ärzte, die Europas Erdrosslung durch

das Virus abwenden, fehlen dort, wo man

zusammensteckt auf engstem Raum, bei 

Flüchtlingen griechischer Auffanglager –

 

und wehe, wenn das Virus, mit Tücke, durch

die Stachelzäune der Lager dringt! Wer wird

die Atemnot behandeln, welche

langsam und qualvoll ihr Opfer tötet?

 

Wer wird, sobald Europa vom Winterschlaf

erwacht und Heimaturlaube plant, für die,

die dann gepeinigt werden, auf das

Freizeitvergnügen verzichten, um zu helfen?

 

Und wenn die Katastrophe den Höhepunkt 

erreicht und Bilder siechender Menschen uns

schockieren – folgt das Possenspiel von

lügenden Zahlen und Sündenböcken?

 

MITTWOCH, 15 APRIL 2020

 

 

 

Verhöhnen, spotten und tief verachten soll

die Nachwelt diese Schlange, die, während die

von ihr regierten U.S.A. zer- 

Splittern, die WHO boykottiert und

 

Chinesen angreift. Ihre verlogenen 

Reptilienaugen soll man auf Aufnahmen 

erkennen und sich sagen: »DAMALS

LIEß SIE UNS, MENSCHEN, DES WAHLKAMPFS WEGEN

 

VERRECKEN!« Dass sie, in dieser dunklen Zeit,

mit Seelenhandel ihre Geschäfte macht,

verzeihen wir ihr niemals, ihre

säuselnde Zunge soll endlich schweigen! 

 

DONNERSTAG, 16. APRIL 2020

 

 

 

Mitten auf hoher See, völlig entkräftet treibt

unsre westliche Welt, der ein Gewitter mit

wildem Wellengang ihre

Schiffe kentern und sinken ließ. 

 

Hilflos sieht nun der Mensch, dass ihn im Süden, in

Afrika noch ein Sturm, schlimm´rer Brachialgewalt  

als der letzte erwartet, 

denn der Terror, den staatliche 

 

Truppen bislang in Schach hielten, erstarkt durch die

Krise und zögert nicht, Krieg anzuzetteln. Schon

spricht Ägypten von Toten,

schrecklich war der Anschlag im Tschad –

 

Böse grinst der IS, wenn die UNO aus

seinem Hohheitsgebiet Truppen, in Friedensmission,

abzieht, denn die Gewehre 

und die Sprengstoffgürtel sind scharf. 

 

Jeden Augenblick stirbt eine von wenigen

Friedenstauben, die noch unsren Gemütern mit

gutem Gurren Vernunft und

Weisheit lehren, und wehe, wenn

 

Alle tot sind! Es kommt schlimmer, und dieses Jahr, 

prüft uns, Menschen, wie kein Jahr je zuvor. Darum

müssen wir unserer Segel

Löcher flicken und auch den Mast! 

 

MONTAG 20. APRIL 2020

 

 

 

Die Spinnennetze Pekings, mit denen Xi 

Jing Ping, die schwarze Witwe, die wehrhaften

Bewohner Hong Kongs in die

Fänge chinesischer Willkür wickelt,

 

Verengen ihre Maschen. Mit schwärzesten

Spionageaugen gaffen die Giftigen

aus jeder Ecke Chinas auf die 

Bürger, die in den Geflechten kleben. 

 

DONNERSTAG 22. APRIL. 2020

 

 

 

Wenn Sonnenlicht in die Virusschwaden fällt,

die mir, seit vierzig Tagen, die klare Sicht 

verschleiern, und ich, plötzlich, meine

Knöchel in eisernen Fesseln finde, 

 

vermeidet fortan neblige Luft! Wenn ihr,

verirrt im weißen Äther, nach Hilfe sucht

wird mein Kettenrasseln näher- 

rücken und euch in die Ecke treiben.

 

SAMSTAG, 25. APRIL 2020